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Angeh├Ârigenschmerzensgeld - eine leichte Verbesserung in Sicht
der Nachweis an eine posttraumatische Trauerreaktion mit Krankheitswert sinkt
28. Mńr. 2008

Wenngleich in der Rechtsprechung und der herrschenden Meinung in der Literatur das Prinzip feststeht, wonach Angeh├Ârige eines get├Âteten Opfers kein Schmerzensgeld aus diesem Grund, also allein wegen ihrer pers├Ânlichen Verbindung zu dem Opfer, geltend machen k├Ânnen, hatte ich hier in den letzten Jahren eine kleine Bewegung gegeben.

In der der sogenannten Wasserrutschen-Entscheidung des OLG K├Âln ist den Eltern und einem Bruder Schmerzensgeld zugesprochen worden, die mit ansehen mussten, wie ein kleines Kind auf Grund eines technischen Fehlers in einem Schwimmbad ertrank. Das Interessante an dieser Entscheidung ist, dass es keine Beweisaufnahme zu der Frage gegeben hat, ob die Eltern und der Bruder unter dem Geschehen in einem Umfang leiden, der Krankheitswert hat.

Diese - zwischenzeitlich vom Bundesgerichtshof best├Ątigte - Entscheidung mag ein Indiz daf├╝r sein, dass die Gerichte k├╝nftig bei derartigen Unf├Ąllen nicht mehr verlangen, einen psychischen Zustand der Verwandten nachgewiesen zu bekommen, der als Krankheit anerkannt wird. Wir konnten bei au├čergerichtlich in Regulierungen bereits beobachten, dass auch die Versicherungen dieses Prinzip ber├╝cksichtigen und zu moderaten Schmerzensgeldzahlungen freiwillig bereit sind.



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