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Standpunkte
Anwaltswerbung - bitte etwas ZurĂŒckhaltung
und Respekt
30. Mär. 2015

Was Dr. Enders (Vorstand Airbus) zu Recht fĂŒr manche Talkshows und "Berichte" einfordert, sollte fĂŒr AnwĂ€lte von vornherein selbstverstĂ€ndlich sein, was fĂŒr andere Berufsgruppen gefordert wird: ZurĂŒckhaltung und Respekt vor dem Schicksal.

Diese Ethik verlangt schon das Berufsrecht. UnertrĂ€glich erscheinen daher manche Kollegen, die effektheischend in Interviews mit Flugzeugmodellen herumfuchteln, um Kompetenz zu demonstrieren; obwohl doch alle wissen, dass es fĂŒr eine Haftung der Airline dem Grunde nach auf technische Fragen nicht ankommt.

Zweifelhaft erscheint aber auch, wer sich zunĂ€chst als Luftfahrtexperte bezeichnen lĂ€sst und zu jeder juristisch noch so fernliegenden Frage Stellung nimmt; sich dann aber zu einem "Fachanwalt fĂŒr Luftverkehrsrecht" aufbauen lĂ€sst, den es in der deutschen Fachanwaltsordnung nicht gibt. Dies erst recht, wenn er nur einer in den USA zugelassener Kollege ist, der keinen deutschen Fachanwaltstitel fĂŒhren darf. Wenn man dann noch berĂŒcksichtigt, dass die amerikanischen codes of ethics nach grĂ¶ĂŸeren Katastrophen AnwĂ€lten eine 30-40tĂ€gige Wartefrist auferlegen, bevor sie um Mandate werben dĂŒrfen, ist das Ganze recht zweifelhaft.



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